Steil ansteigende, schmale Gassen führen zwischen weiß gekalkten Häusern hinauf zur eindrucksvollen Zitadelle aus venezianischer und türkischer Zeit.

In der Antike hieß das Städtchen ASÍNE und schützte die östliche Flanke der messenischen Halbinsel. Schon seit mykenischer Zeit gab es hier eine Ansiedlung. Die Byzantiner befestigten den Hügel, der 1205 von den Franken erobert wurde, doch bereits 1206 an Venedig abgegeben wurde. Diese wussten die Lage als Schutz- und Versorgungshafen zu schätzen und befestigten zusammen mit Methóni die beiden Flanken der messenischen Halbnsel. Nach 300-jähriger Herrschaft Venedigs erlebte das kleine Koróni eine wechselvolle Geschichte:

1500 kamen die Türken

1532 die Genuesen, danach wieder die Türken,

im 17. Jhdt. die Spanier,

Ende des 18. Jhdts. die Russen,

im 19. Jhdt die Franzosen.

Im Areal der Zitadelle befinden sich ein Kloster, der Friedhof, ein Park und ein paar Privathäuser. Die Einwohner von Koróni haben ein unkompliziertes Verhältnis zu ihrer Geschichte - behauene Steinblöcke wurden kurzerhand beim Häuserbau verwendet. 

Die Burg liegt am Rand des felsigen Bergrückens, um den herum die Stadt entstand. Die Anlage wurde im Laufe der Jahrhunderte erweitert, umgebaut und zerstört. So stellt die heutige Festung ein interessantes Zusammenspiel byzantinischer, venezianischer und türkischer Architektur dar.

 

(Quelle: Hans-Peter Siebenhaar PELOPONNES Michael Müller Verlag - individuell reisen)

Durch Koróni bis zur Festung und dann zum Strand