14.3.2015 Heute ging es nach Vastas.

95 km in 2,5 Stunden, das kann schon was.

Die Kirche Agia Theodora ist ein echtes Naturwunder: aus den Wänden und aus dem Dach der kleinen Kirche wachsen 17 große Bäume. Unter der Kirche sprudelt eine Quelle.  

Natürlich gibt es eine Geschichte dazu: Theodora lebte vermutlich im 12. Jahrhundert und war eine von drei Töchtern einer sehr armen Familie. Zur damaligen Zeit musste jede Familie einen männlichen Nachkommen zum Militärdienst schicken. Gab es nur Mädchen, musste Tribut gezahlt werden. Da die Familie so arm war, ging Theodora als Mann verkleidet zum Militärdienst, sie wurde der Soldat „Theodoris“. Der Schwindel flog zunächst nicht auf. Dann aber verliebte sich eine Frau in den Soldaten „Theodoris“. Theodora wollte und konnte ihre Tarnung nicht preisgeben und wies die Frau zurück. Die Frau bezichtigte Theodora darauf hin, sie entehrt und geschwängert zu haben. Dem Soldaten „Theodoris“ wurde befohlen, die Frau zu ehelichen. Dies konnte Theodora nicht tun, sie gab ihre Identität nicht preis und beteuerte ihre Unschuld. Theodora wurde vor Gericht gestellt, verurteilt und hingerichtet. Am Abend vor dem Urteil soll sie im Gebet gesagt haben, dass ihr Grab zu einer Kirche werden möge, ihr Blut zu einer Quelle und ihre Haare zu Bäumen. Als man nach der Hinrichtung die wahre Identität der Toten entdeckte, war der Kummer groß. Theodora wurde heilig gesprochen. Die kleine Kirche der Heiligen Theodora wurde zum großen Wallfahrtsort. 

Ich kann nur eines sagen: wenn man in der  "Nähe" ist, Zeit und einen fahrbaren Untersatz hat, unbedingt hinfahren.

Was wir rund um das Kirchlein vorfinden, ist ein kleines Paradies. 

Auf einem Weg unter mystischen Eichen entlang des tauschenden Baches erreicht man eine Taverne mit einer noch in Betrieb befindlichen Wassermühle.